Kerzendocht für eigene Kerzen kaufen oder selber machen – So gehts!

kerzendocht

Kerzen verbreiten mit Ihrem natürlichen und warmen Licht eine besondere Stimmung. Brennt der Kerzendocht gleichmäßig und rußt nicht, leuchtet die Flamme mit voller Kraft und es entsteht ein Zauber von Romantik und Fantasie. Sind Sie auf der Suche nach einem ganz besonderen Geschenk, überraschen Sie den Empfänger mit einer individuell angefertigten Exemplar.

Vor allem bei bedeutenden Anlässen wie eine Taufe sollten Sie keine Taufkerze kaufen, sondern eine selber herstellen. So wird eine ganz persönliche Mädchentaufkerze oder Jungentaufkerze eine bleibende Erinnerung. Hier erfahren Sie, welche Sorten von Dochten es im Handel gibt und welche die richtige Auswahl für Ihre Kerze ist. Zu guter Letzt geben wir Ihnen eine Anleitung, wie Sie einen Kerzendocht auf einfache Weise selber herstellen können.

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Kerzendocht - Runddocht TL2 10 m bis 4,5 cm Kerzendurchmesser
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Wissenswertes über den Kerzendocht

Ein Kerzendocht hat die Aufgabe das Wachs der Kerze zur Flamme zu leiten. Dabei ist die Höhe der Flamme von der Länge und Krümmung des Exemplares abhängig. Ein Kerzendocht besteht aus mehreren geflochtenen, langfaserigen Baumwollschnüren. Er wird so angefertigt, dass ein Faden kürzer ist, als die anderen Fäden. Auf diese Weise krümmt er sich in der Flamme und wird am Rand optimal kürzer. Die Flamme an den Rändern ist deutlich heißer als im Inneren.

Der richtige Kerzendocht für Ihre sselbst hergestellte Kerze hängt zum einen von der Dochtart selbst ab. Zum anderen sind die Art der Kerze und deren Durchmesser, das Brennstoffmaterial und die Herstellungsweise ausschlaggebend. Die häufigste Verwendung finden Flachdochte und Runddochte:

  • Flachdochte: die sind entsprechend ihrer Größe mit 3 Fäden hergestellt. Sie werden beim Einrollen in Wachsplatten, in Wachsgranulat, Kerzensand, Gelkerzen, Bienenwachs und Kompositionswachs sowie in Öllampen eingesetzt.
  • Runddochte: sie haben eine Laufrichtung und brennen deshalb auch nur in diese Richtung. Damit der Kerzendocht gut brennt, benötigt er die richtige Lage in der Kerze. Im Vergleich zu den Flachdochten sind Runddochte deutlich stabiler.

Verwenden Sie Stearinkerzen, sollten Sie ausschließlich echte Stearindochte einsetzen. Der Grund ist die spezielle Struktur.

 

Welche Kerzendochte gibt es im Handel?

In der Regel erhalten Sie alle Dochtformen in einer durchschnittlichen Kerzenlänge oder als Meterware. Es gibt sehr dünne, dünne, mittelgroße, dicke und sehr dicke Dochtgrößen. Sie eignen sich für Kerne von 3 cm bis 9cm Durchmesser.

Die unterschiedlichen Dochtformen:

  • Flachdochte für Paraffinkerzen
  • Runddochte für Bienenwachskerzen
  • Teelichte mit und ohne Fuß
  • Extradochte für Schwimmkerzen
  • Stearindochte für Rapswachskerzen und Stearinkerzen
  • Gartendochte für Gartenkerzen
  • Runddochte für Petroleumlampen.

Während ein Flachdocht für alle Wachsarten außer für Bienenwachs verwendbar ist, eignet sich ein Runddocht ausschließlich für alle Arten von Wachs und Kerzen. Einen Flachdocht können Sie in jede Richtung in die Kerzen setzen. Ein Runddocht besitzt eine flache und eine runde Seite. An der flachen Seite bilden die geflochtenen Fäden eine V-Form.

Setzen Sie den Kerzendocht in die Kerze ein, sollte die V-Spitze zur Unterseite zeigen. Setzen Sie ihn anders herum, entsteht bei der Verbrennung Asche/Ruß. Wählen Sie einen Runddocht aus, muss die Größe dem Durchmesser der Kerze entsprechen. Kerzen aus einem dunklen Wachs, sollten einen größeren Kerzendocht erhalten.

 

Die Herstellung eines Kerzendocht

halbierte kerze mit innenliegendem Kerzendocht
Halbierte Kerze mit Docht – Henry Mühlpfordt [GFDL or CC BY-SA 3.0], from Wikimedia Commons

Ein Kerzendocht mit guter Qualität hat eine bestimmte Prozedur durchlaufen: er wurde gesäubert, gebleicht und gewachst. Auf diese Weise verglüht er nach Beendigung der Brennphase nicht und die Flamme brennt gleichmäßig ab. Außerdem können Sie die Kerze erneut anzünden.

Die Form und Flechtkunst von einem Kerzendocht ist für die Größe und die Form der Flamme entscheidend. Idealerweise zeigt die Spitze in Richtung äußeren Flammenbereich, wodurch der Sauerstoff leicht die Flamme füttern kann. Jeder, der schon einmal eine minderwertige Kerze angezündet hat, kennt die Auswirkung: die Kerze brennt schlecht und verschwenderisch ab.

Ein labiler Kerzendocht zieht das Wachs nicht richtig auf und erreicht nicht die Flamme, sondern läuft am Kerzenrand herunter. Vor allem ein zu dicker Kerzendocht in einer verhältnismäßig dünnen Kerze zieht zu große Menge Wachs auf, der Docht kürzt sich zudem nicht schnell genug und die Flamme rußt.

 

Einen Kerzendocht selber machen…

Um einen Kerzendocht selber zu machen, bedarf es wenig Aufwand. Am besten eignen sich wie ein Zopf geflochtene oder wie eine Kordel gedreht Dochte.

Zur Herstellung des Dochtes benötigen Sie:

  • Baumwollgarn aus 100% reine Baumwolle
  • flüssiges, heißes Wachs
  • Schere

…Los geht’s:

  1. Verwenden Sie 3 dünnere Wollfäden. Die Länge sollte mindestens viermal so lang wie die Länge der Kerze messen. Bedenken Sie, dass die Länge der Fäden sich durch das Drehen einer Kordel deutlich verkürzen und der Docht circa 0,5cm am oberen Kerzenende herausschauen soll.
  2. Für die Herstellung der Kordel binden Sie die Fäden an den Enden zusammen und befestigen Sie so, dass sie diese strammziehen können.
  3. Halten Sie die Fäden stramm und drehen Sie diese gleichzeitig in eine Richtung. Drehen Sie solange, bis die Fäden miteinander verbunden sind und sich zusammenziehen – so einfach kann man Kerzen selber machen.
  4. Bringen Sie die beiden Enden der Fäden zusammen. Streichen Sie mit der Hand die entlang der Kordel glatt.
  5. Schließen Sie die Kordel mit einem Knoten, sodass sie sich nicht wieder aufdreht.
  6. Erhitzen Sie Wachs und tauchen Sie die Kordel darin ein. Der Docht brennt besonders lange, wenn die Kordel richtig mit Wachs vollgesaugt ist.
  7. Lassen Sie den Kerzendocht hängend durchtrocknen.

Sie sehen, so einfach kann man Kerzen selber machen, wenn man den richtigen Docht hat. Tipp: Ist der Docht in der Kerze zu lang, kürzen Sie ihn einfach mit der Schere. Sie können ihn auch in die Flamme eindrücken, sodass er krumm wird und er sich auf diese Weise wieder selbst kürzt.